Donnerstag, 12. August 2010

Drei am Donnerstag Nr.31

3 am Donnerstag


1 . Welche Eigenschaft(en) würdest du gerne haben wollen?
Ich sollte mich vielleicht jetzt zu meiner soziopathischen Stubenhockerei äußern und mir ein wenig mehr Gesellschaftsfähigkeit wünschen. :0)
Aber wenn ich ehrlich bin.. ich bin gerne ich. 


2. Welcher Urlaub war der schönste bisher? Und warum?
Oooooooooh...ganz klar: Der Florida-Urlaub mit meiner Mum. 
Es fing schon haarsträubend an, als wir am falschen Gate standen und beinahe in Tokio landeten. Nach einer wahrhaft holperigen Jagd über den Flughafen, die einem bemitleidenswerten Flughafenangestellten garantiert ein paar Hirnzellen kosteten, erreichten wir noch so grade eben unseren Flieger. 
Bereits vorm Start geriet ich in Panik und rüttelte dramatisch den armen Menschen im Sitz vor mir durch. Ich glaub, der hat sich nicht besonders wohl gefühlt. Besonders nicht, als die Wasserflasche aus Plastik, die meine Mum irgendwie mit an Bord geschmuggelt hatte, sich mit einem lauten Ploppen ihres Deckels entledigte, was meine Absturztheorie neu entfachte. 
Das absolute Highlight des Urlaubs war jedoch ein Strandbesuch auf den Key Islands. 
Meine Mum, vollkommen schmerzfrei im Bikini, zog sich die neonpinken Schwimmflossen über, setze die farblich passende Taucherbrille auf und schnappte sich den Schnorchel. 
Sekunden später watete sie in das pipiwarme, seichte Wasser...und lief und lief und lief... es dauerte eine Weile, bis das Wasser so tief war, dass sie sich graziös reinplumpsen ließ, wie ein Dampfschiff mit den Flossen das Wasser aufwirbelte und sich hinaus in die Weiten des Meeres begab. 
Nach ungefähr 3 Minuten schoss sie hoch, kreischte wie eine Wahnsinnige... 
und begann zu rennen. 
Jawoll, mit den Schwimmflossen an den Füßen! 
Es war unglaublich, wie oft sie ins Wasser klatschte, sich wieder aufrappelte und weiter"rannte". 
Ihre audiotische Untermalung schreckte den gesamten Strand auf. 
Die Leute sprangen auf, einige starrten gebannt auf die Szenerie, während andere sich von ihrer Panik anstecken ließen.
"Shark! Shark! We need an ambulance", tönte es hier und dort. 
Meine Mum näherte sich dem Strand. Ein Anblick, der mir noch heute das Zwerchfell zerfetzt:
Die Brille hing ihr quer auf der Stirn, der Schnorchel baumelte an ihrem Hinterkopf.
Ihre Bikinihose zeigte mehr, als uns allen lieb war, denn auch sie schien auf der Flucht zu sein. 
Mit einem letzten Aufschrei warf sie sich in den rettenden Sand. 
(Und hey, sie hatte tatsächlich noch eine Flosse am Fuß)
Eine Traube Schaulustiger umringte uns. 
Ich werde niemals die semi-betroffenen Gesichter der Schadenfrohen und die panischen Gesichter der Mitfühlenden vergessen. 

Da reißt meine Mum den Kopf hoch und keift:
"Da war ein böses Bettlaken!" 
Da wars vorbei. Ich lachte, bis mir die Luft wegblieb.
Später konnte sie an der Schautafel der Strandwächter zeigen, was sie gesehen hatte:
einen schnöden Rochen. 

...aber...der Spanien-Urlaub war auch nicht schlecht...doch das ist eine andere Geschichte. 


3. Was fällt dir beim Gedanken an frisch gemähtes Gras ein?
Es ist Sommer!
Der absolute Geruch des Sommers!

Kommentare:

  1. Oh Wonni...mich zerreisst es gerade vor Lachen...gröhl...
    Ich wünsche dir auch einen fröhlichen Tag
    Fühl dich geknuddelt
    Patricia

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  2. Ich liebe diese Geschichte Wonni, ich seh deine Ma vor mir und bin derart froh, dass ich zwischendurch immer noch Luft bekommen um sofort wieder erneut loszuwiehern und in Schnappatmung zu verfallen. Die Mama ist voll der Hit!

    Schöne Restwoche Süße,
    *d*

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  3. danke... dafür dass ich tränen lachen durfte! unbekannte grüsse an deine mama!

    lg

    xeena

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mitgeschnattert